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Der erste Frost im Garten

Wenn die kalte Jahreszeit kommt, sind im Garten noch letzte Arbeiten zu erledigen: Beete, Rasen und Gehölze müssen sorgsam vorbereitet werden, damit sie gut über den Winter kommen.Nach den ersten Nachtfrösten müssen die nicht winterfesten Knollen von Begonien, Dahlien und Gladiolen ausgegraben werden. Sie überwintern in einer Kiste im trockenen Keller.

Winterfeste Knollen und Zwiebeln, wie z.B. Allium, finden jetzt ihren Platz in den Beeten und Rabatten. So können sie einwurzeln und sich an ihren Standort gewöhnen. Nicht frostfeste Gartendekorationen aus Keramik finden ihren Platz in Keller oder Garage. Beetstecker und andere lackierte Eisenfiguren sind zwar frostfest, verbringen den Winter aber besser im trockenen Räumen und sind so der Rostgefahr weniger ausgesetzt.

Im Nutzgarten erfolgt die letzte Kräuterernte. Lavendel, Salbei und Oregano werden zurückgeschnitten und die letzten Tomaten können geerntet werden. Kohl, Schwarzwurzel und Wurzelpetersilie können noch einige Wochen im Beet verbleiben. Auf frei werenden Flächen kann man Feldsalat und Radieschen aussäen.

Alle kranken und befallenen Pflanzen und Pflanzenteile werden zurückgeschnitten und entsorgt. Der Hauptschnitt bei Bäumen erfolgt aber erst mit Beginn des nächsten Jahres im Spätwinter. So ist die Gefahr von Frostschäden im stehengebliebenen Holz weitgehend gebannt. Gesunde Stauden dürfen stehenbleiben. Dies schützt das "Herz" der Pflanze vor Frost und die oberirdischen Pflanzenteile sehen ganz verzaubert aus, wenn sie mit Rauhreif überzogen sind.

Das fallende, gesunde Laub ist in den Beeten eine geschätzte Mulchschicht. Auf dem Rasen allerdings, wo sich Feuchtigkeit ansammeln und zu Pilz- und Schimmelbefall führen kann, wird das Laub eingesammelt und auf Beeten und Kompost verteilt.

Beim ersten Frost brauchen frisch gepflanzte Stauden wie Herbstanemonen oder Sommerflieder einen Schutz aus Laub und Fichtenreisig. Rund um die Rosen wird Gartenerde oder Kompost so hoch angehäuft, dass die empfindlichen Veredelungsstellen am Kronenansatz gut bedeckt sind. Die Krone von Hochstammrosen wird mit luftdurchlässiger Jute oder Vlies eingepackt und geschützt.